SARAJEVO WOCHENENDE
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Ein letztes Abenteuer wartete aber noch auf uns: wir mussten das fragwürdig angemietete Auto am Flughafen wieder zurückgeben. Hierfür hatten wir lediglich einen Handynummer vom Gastgeber bekommen. Zwischen dem Vermieter, unserem Gastgeber und uns ging es dann in Dreieckskommunikation hin und her, inklusive einiger Missverständnisse. U.a. wo wir das Auto zurückgeben würden. Aus irgendeinem Grund dachte der Vermieter erst wir würden das Auto bei ihm Zuhause zurückgeben, weshalb wir ihn nicht zur ausgemachten Zeit am Flughafenparkplatz antrafen. Als er erfuhr, dass wir am Flughafen auf ihn warten machte er sich sofort auf den Weg – wir konnten währenddessen nur bangen, ob er rechtzeitig vor unserem Abflug eintreffen würde…
Das Missverständnis und seine Verspätung hatte für uns noch einen großen Vorteil: er wollte uns nicht noch länger aufhalten und sparte sich die Übergabekontrolle – nicht dass wir etwas beschädigt hätten. Wir drückten ihm das restliche Geld das wir für die Ausleihe schuldeten in die Hand und verabschiedeten uns mit einem Handschlag.
Im Flughafen ging das Bangen dann weiter: unser digitaler Boardingpass musste von einer Angestellten händisch geprüft werden, was deutlich länger dauerte als die automatischen Durchlassschranken, die die gedruckten Boardingpässe der anderen Fluggäste scannten… Nicht nur Deutschland scheint sich mit der Digitalisierung schwer zu tun.
Am Sicherheitscheck wartete dann die nächste lange Schlange auf uns: wir mussten beobachten wie alle Gepäckstücke beim Sicherheitsscan aussortiert wurden und händisch nachkontrolliert werden mussten. Scheinbar hatten die Bosnier ihren Apparat falsch eingestellt, dachten wir erst. Überraschenderweise sind unsere Koffer allerdings ohne Nachkontrolle durchgewunken worden… scheinbar waren nicht die bosnischen Flughafenangestellten, die ihr Gerät nicht unter Kontrolle hatten, sondern die bosnischen Fluggäste, die nicht richtig gepackt hatten, für die lange Schlange verantwortlich! Unser Bangen wuchs währenddessen mit jeder Minute weiter…
Die Sorge um den Flieger war allerdings mal wieder unbegründet: unser Billigflieger hatte eine Stunde Verspätung. Die Überlegung vom Allgäu noch am selben Abend mit dem letzten Zug nach Nürnberg zu fahren, hatte ich entsprechend schon verworfen – ironischerweise war der Anschlusszug nach Nürnberg aber auch zwei Stunden verspätet. Wenn man sich schon nicht auf Abfahrtszeiten in Deutschland verlassen kann, dann wenigstens auf Verspätung!
Und so ging unser viertägiges Abenteuer in Bosnien zu Ende. Uns hat’s gebockt. Warum es uns gebockt hat, das fassen wir mal mit den selben abschließenden Worten zusammen, die diesen Blogeintrag auch eingeleitet haben: kiloweise leckeres Cevapcici für billig Geld, Balkan Mucke und geile, bergige Natur.
Das Ende.
Danke fürs Lesen und hoffentlich auf Wiedersehen – es warten schließlich bald noch neue Abenteuer auf “Truth be Traveled”!

